Post-Expositions-Prophylaxe (PEP)

Bei der Post-Expositions-Prophylaxe (PEP)  sprechen wir von der Einnahme von HIV-Medikamenten, die verhindern sollen, dass das Virus sich im Körper festsetzt. Sie kann sinnvoll sein, wenn

  • wenn mann ungeschützten Vaginal- oder Ananlsex mit einer Person hatte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit HIV-infiziert ist und von der man nicht weiß, ob sie eine HIV-Therapie einnimmt oder ob diese Therapie funktioniert
  • oder wenn medizinisches Personal sich mit einer Spritze oder ähnlichem verletzt hat, die kurz vorher in Kontakt mit HIV-haltigem Blut war
  • oder wenn jemand bei der Injektion von Drogen die Spritze einer HIV-infizierten Person benutzt hat.

Die PEP sollte so schnell wie möglich nach einer Exposition ("Aussetzung") eingenommen werden. Ideal sind dabei zwei Stunden. Liegen mehr als 48 Stunden zwischen der Exposition und der ersten Einnahme der Medikamente, so macht die PEP keinen Sinn mehr, da man davon ausgehen muss, dass das Virus Zeit genug hatte, sich in verschiedene Zellen einzuschleusen.

Die Medikamente müssen über einen Zeitraum von vier Wochen eingenommen werden. In manchen Fällen kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Überkeit, Durchfall und Erbrechen kommen.

Ob die PEP tatsächlich verordnet wird, entscheidet ein Arzt nach einem Beratungsgespräch und unter Berücksichtigung der dafür erstellten Leitlinien. Diese Leitlinien gelten für Deutschland und Österreich.

Eine Liste von Stellen, die sich mit der PEP auskennen und zum größten Teil 24 Stunden bereit halten, finden Sie bei Bedarf hier. Bitte geben Sie bei der "Erweiterten Suche" unter "ART" 24h PEP-Stellen ein.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Aids-Hilfe-Neumünster e.V.