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Spezial
Zum WAT 2002
Pressemitteilung
Am 1. Dezember ist wieder
Welt-AIDS-Tag. Das diesjährige Motto: „Live and let live“. Die
Deutsche AIDS-Hilfe fügt hinzu: „Ausgrenzung macht krank“.
Der Welt-AIDS-Tag wird seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen. An
diesem Tag hatten sich die Gesundheitsminister auf einem Weltgipfel
für eine von sozialer Toleranz geprägte Gesinnung und einen
intensiveren Austausch von HIV- und AIDS-bezogenen Informationen
ausgesprochen.
Der Welt-AIDS-Tag ist
seither ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und
denen, die ihnen nahestehen. Er ist aber auch ein Tag, an dem deutlich
gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein
AIDS-Tag ist.
Die Immunschwäche-Krankheit ist weltweit noch immer auf dem Vormarsch.
Nach UN-Angaben tragen derzeit 40 Millionen Menschen das HI-Virus in
sich, darunter drei Millionen Kinder unter 15 Jahren. Im vergangenen
Jahr haben sich fünf Millionen Menschen neu infiziert – etwa 10 pro
Minute. Während sich in Deutschland jährlich etwa 2.000 Menschen
anstecken, ist in anderen Regionen der Erde ein dramatischer Anstieg
der Neuinfektionen zu verzeichnen. Am schlimmsten betroffen sind das
südliche Afrika sowie Süd- und Südostasien. In Osteuropa sind etwa
eine Million Menschen HIV-positiv. (Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe,
AIDS-Hilfe Dresden)
Die AIDS-Hilfen in Deutschland nehmen den Welt-AIDS-Tag zum Anlass,
auf vielen Veranstaltungen – von Infotischen in der Fußgängerzone über
Podiumsdiskussionen bishin zu Benefizabenden – ihre Arbeit
darzustellen und zu Spenden aufzurufen. Besonders in Zeiten dramatisch
knapper öffentlicher Kassen bekommen Spenden einen immer größeren
Stellenwert bei der Finanzierung und Sicherung der praktischen Arbeit.
So ist der Welt-AIDS-Tag auch ein Tag der Mahnung an die
Politikerinnen und Politiker, sich ihrer politischen und finanziellen
Verantwortung für eine AIDS-Politik zu stellen, die an den
Lebensrealitäten der Hauptbetroffenengruppen ausgerichtet ist.
In
Schleswig-Holstein leben nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI)
in Berlin zur Zeit 900 bis 950 Menschen mit HIV/AIDS, davon sind
mindestens 220 Menschen akut an AIDS erkrankt. Jährlich kommen in
unserem Bundesland etwa 50 Neuinfektionen hinzu.
Neben den zahlreichen Aktionen der AIDS-Hilfe Neumünster e.V. rund um
den Welt-AIDS-Tag (siehe Kasten) sind deshalb die ganzjährigen
Angebote nach wie vor von großer Bedeutung. Neben der persönlichen und
telefonischen Beratung (mo. + do. 16-18 Uhr, T. 19 4 11) spielt die
Beratung per eMail eine immer größere Rolle. Unter
www.aids-hilfe-neumuenster.de
stehen umfangreiche und übersichtliche Informationsseiten rund um das
Thema AIDS zur Verfügung. Dort können Fragen anonym gestellt werden,
die sorgfältig und fachkundig beantwortet werden. Von HIV/AIDS direkt
oder indirekt Betroffene erfahren durch die Beratungsstelle, die
inzwischen seit mehr als zehn Jahren ihre Dienstleistungen anbietet,
kompetente Unterstützung. Im Rahmen der sogenannten Primärprävention
besucht die Diplompädagogin Anna Struve Schulen, Jugendgruppen und
andere Interessierte, um Informationen zum Thema weiter zu geben.
Interessierte können montags, mittwochs und donnerstags von 12 bis 18
Uhr unter T. 66 8 66 Kontakt aufnehmen.
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