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Presse der Aids-Hilfe Neumünster
Januar - Juni 2004
Holsteinischer
Courier vom 26. Juni 2004
Kirchen zeigen Flagge
Bundesweite Aktion im Kampf gegen Aids
Neumünster -nib
Vom 10. bis zum 16. Juli wird in den Kirchengemeinden Anschar,
Dietrich-Bonhoeffer, Gadeland, am Propst-Meifort-Haus sowie in den
Gemeinden Bad Bramstedt, Brügge, Flintbek, Kirchbarkau und Kisdorf
Flagge im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids/HIV gezeigt.
Große Transparente werden an die Türme der Gotteshäuser gehängt und
weisen auf die Gefahren durch Aids hin. Hintergrund der Aktionist die
zeitgleiche Weltaidskonferenz in Bangkok. "Ich freue mich, dass so
viele Gemeinden unseres Kirchenkreises sich beteiligen", freute sich
gestern Pastor Tobias Gottesleben. Das bundesweite Aktionsbündnis
gegen Aids, in dem unter anderem Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt
und das Nordelbische Missionszentrum organisiert sind, hat zum
"Flagge-zeigen" aufgerufen. Vor allem in den so genannten Dritten
Ländern sei die Krankheit dafür verantwortlich, dass ganze
Generationen aussterben. Grund ist zum einen, dass Medikamente für die
Betroffenen einfach zu teuer sind, zum anderen, dass es an der
Aufklärungsarbeit hapert.
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Holsteinischer
Courier vom 16. Juni 2004
Was der Tod den Lebenden sagt
Neumünster - Am kommenden Freitag, 18. Juni, um 19.30 Uhr wird in der
Anscharkirche die Abschlussveranstaltung der Reihe "Sterben und
Sterbebegleitung heute" der Aids-Hilfe stattfinden. Pastor Tobias
Gottesleben wird unter dem Motto: "Was der Tod uns Lebenden sagt.
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen", Texte und Musik zur
Andacht präsentieren. Die Veranstaltungsreihe, die auf großes
Interesse gestoßen war, war von der Aids-Hilfe Neumünster initiiert
und mit vielen Kooperationspartnern (Bestattungsunternehmen Selck,
Kino Union Cinemotion, Hospizinitiative NMS, Palliativstation des FEK,
Kirchenkreis) sehr erfolgreich durchgeführt worden.
Einziger Wermutstropfen: Die Veranstaltung mit Rainer Jarchow, dem
ehemaligen Aids-Pastor aus Hamburg, musste wegen einer Erkrankung
leider kurzfristig abgesagt werden. Jarchow wird den Vortrag aber auf
jeden Fall nachholen, auch wenn bislang kein Termin dafür feststeht.
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Holsteinischer Courier, 17. Mai
2004
Berührende
Bilder von bangen Blicken
Foto-Ausstellung in der Vereinsbank gewährt bewegende Einblicke in das
Leben eines Aidskranken
Neumünster (vaq) Die Medikamentenration einer Woche, der bange Blick
Richtung Arzt, die glückliche Kindheit, das Lieblingscomputerspiel
"Anno 1503" zum Zeitfüllen, die nüchternen Stühle der HIV-Ambulanz,
"Lebensfreude" am Strand: einfühlende Momentausnahmen aus dem Leben
eines HIV-Positiven sind derzeit in der Hypo-Vereinsbank am
Großflecken zu sehen.
Die Schau mit 30 Fotos von Claudia Schulze unter dem Titel "Trotzdem
weiter leben" bildet den Auftakt für die Veranstaltungsreihe der
Aidshilfe "Sterben und Sterbebegleitung heute."
Ich wollte so dicht wie möglich dran sein und alle Lebensbereiche
zeigen, nicht nur die Krankheit": Die 31-jährige Fotodesignerin
recherchierte für ihre Diplomarbeit "Aids im Wandel" an der Kieler
Muthesius-Schule rund ein Dreivierteljahr. Der Kontakt zu Gerd kam
über die Aidshilfe zustande. Der 47-Jährige weiß seit 1998, dass er
HIV positiv ist, und war gestern bei der Eröffnung durch den
Aidshilfe-Vorsitzenden Torsten Kniep anwesend.
Auf begeisterte Resonanz stießen die Fotos, die Schulze auf dem
Aids-Kongress in Hamburg zeigte, bei der Firma Boehringer Ingelheim,
die die Begleitbroschüre sponsort. In ihr kommt Gerd selbst zu Wort,
beschreibt seine Verzweiflung, sein Wieder-Hinwenden zum Leben nach
Selbstmordabsichten. "Heute habe ich für mich festgestellt, dass es
etwas leichter geworden ist zu weinen. Tränen gehören zu HIV dazu..."
Sein Ziel: "Ich möchte allen Mut machen, die auch mit so einer
Diagnose leben müssen."
Die Ausstellung ist noch vier Wochen in der Hypo-Vereinsbank am
Großflecken zu sehen. Die nächste Veranstaltung: Der Film "Dem Tod ins
Gesicht sehen", 24. Mai, 20 Uhr, Kino Union Cinemotion am Kuhberg.
Bildunterschrift: Einfühlsame Momentaufnahmen aus einem Leben mit
HIV (v.li.): Fotografin Claudia Schulze, Gerd sowie Torsten Kniep von
der Aids-Hilfe Neumünster. Foto vaq
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Kieler
Nachrichten vom 15. Mai 2004
30 Fotos erzählen die Geschichte von HIV-Positiven
Aids ist ein Thema, das Claudia Schulze (Foto) schon lange
beschäftigt. Die Foto-Designerin wählte dieses Thema auch aus, um an
der Muthesius-Hochschule in Kiel ihre Diplom-Arbeit zu machen. Eine
Zusammenfassung des Ergebnisses - die Foto-Dokumentation "Weiter
leben!", an der sie ein Jahr lang gearbeitet hat - hängt seit gestern
in der Hypo-Vereinsbank in Neumünster aus. Eine Auswahl von 30 Fotos
gibt das Leben von Gerd, einem HIV-Positiven, wieder. "Eine Person,
ein Lebensweg, eine Geschichte", sagte die Fotografin zur Eröffnung,
"um den Riesenberg an Stoff übersichtlich zu halten." Eine Broschüre
mit ihren Fotos, Gerds Kommentaren dazu und seine Biografie liegen in
der Bank zum Mitnehmen aus. Die Ausstellung ist die erste in der
Veranstaltungsreihe "Sterben und Sterbebegleitung heute" der
Aids-Hilfe Neumünster und ist bis zum Mittwoch, 9. Juni zu sehen.
Text und Foto Einmal
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Holsteinischer Courier vom 8. Mai
2004
Veranstaltungsreihe zum
Tabu-Thema Sterben
Aids-Hilfe gewinnt unterschiedliche Experten für sieben Schwerpunkte -
Programm mit Referaten, Film und Fotos
Neumünster (mo) "Sterben und Sterbebegleitung heute" heißt eine
siebenteilige Veranstaltungsreihe, die auf Initiative der "AIDS-Hilfe
Neumünster" zu Stande gekommen ist und im Mai und Juni stattfinden
wird. Für die schwierige, oft tabuisierte Problematik konnten die
Mitstreiter der Aids-Hilfe zahlreiche Gruppen gewinnen, die sich im
weitesten Sinn mit der Problematik auseinander setzen. Beteiligt sind
die FEK-Palliativstation, die Hospizinitiative Neumünster, der
Kirchenkreis Neumünster, das "Union Cinemotion Kino" sowie das
Bestattungsinstitut Selck.
Beginn ist am Donnerstag, 13. Mai um 16 Uhr mit einerVernissage in der
Vereins- und Westbank, Großflecken 13 - 15. Dort wird die
Fotoausstellung "Weiter leben - Mit dem Virus. Ein Portrait" eröffnet.
Die Kieler Fotografin Claudia Schulze hat mit der Kamera das Leben des
HIV-positiven Mannes namens Gerd begleitet. Die Bilder sind bis zum 9.
Juni während der Öffnungszeiten zu sehen.
Am Montag, 24. Mai, um 20 Uhr ist im Kinosaal der "Union Cinemotion"
der Film "Dem Tod ins Gesicht sehen" von Elisabeth Kübler-Ross zu
sehen. Die Ärztin, Wissenschaftlerin und Autorin hat sich ein Leben
lang mit dem Thema Tod beschäftigt und gegen die Tabuisierung in der
westlichen Welt gekämpft. Im Zentrum des Films stehen Gespräche mit
Elisabeth Kübler-Ross in Arizona.
Ebenfalls im Kinosaal wird am Mittwoch, 26. Mai um 20.15 Uhr Pastor
Rainer Jarchow einen Vortrag zum Thema "Ars moriendi oder die Kunst zu
sterben" halten.
"Abschied - ist Abschied Übungssache?" heißt es am Mittwoch, 2. Juni
um 19.30 Uhr in den Räumen des Evangelischen Bildungswerkes. Dort wird
Lars Mandelkow von der "Hospizinitiative" einen Vortrag halten.
Einen Tag später spricht Perdita Klüzke-Naumann (Palliativstation FEK)
um 19.30 Uhr im Bestattungsinstitut Selck, Plöner Straße 108, zum
Thema "Sterbebegleitung".
Am Dienstag, 8. Juni, wird Klaus Selck ebenfalls um 19.30 Uhr im
Bestattungsinstitut über "Trauerberatung, Trauerbegleitung"
informieren.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am Donnerstag, 10. Juni
um 19 Uhr ein meditatives Referat von Tobias Gottesleben
(Kirchenkreis) zum Thema "Was der Tod uns Lebenden sagt". Es wird dazu
Texte, Musik und Meditationen geben. Der Veranstaltungsort wird noch
bekannt gegeben. Mit Ausnahme des Kinofilms sind alle Veranstaltungen
kostenlos.
Mit dem umfangreichen Programm hat sich die Aids-Hilfe erstmals an
eine Veranstaltungsreihe gewagt. "Ich wollte die Problematik schon
lange mal aufgreifen", erklärt der erste Vorsitzende Torsten Kniep,
die Hintergründe. "Wir haben dann eigentlich nur den Arbeitstitel
gegeben, die einzelnen Gruppen angesprochen und koordiniert", meint er
bescheiden.
"Alle Gruppen haben dann eigenverantwortlich ihren Schwerpunkt
gesetzt." Die Themen HIV und Aids werden keinesfalls Schwerpunkt sein.
"Es geht um Sterben, Trauerarbeit und Sterbebegleitung im Allgemeinen"
, so Kniep. "Und die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit
der Thematik auseinander setzen möchten."
Getragen wird die Veranstaltungsreihe überwiegend durch ehrenamtliches
Engagement. Die Räume werden gestellt, die Aids-Hilfe hat die
Werbetrommel gerührt, Plakate in Eigenregie gedruckt und die
Reisekosten übernommen.
Dass das ernste Thema ausgerechnet im Frühjahr angepackt wird, freut
die Veranstalter besonders. "Das ist eine gute Zeit dafür", meint der
zweite Vorsitzende Hubert Mars. "Im November wäre das gar zu traurig."
Bildunterschrift: Programmhinweis: Torsten Kniep (r.) und Hubert
Mars von der Aids-Hilfe Foto mo
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Holsteinischer Courier, 13. April
2004
Lebensrettendes
Osterpaket
Aids-Hilfe startet humorvolle Aufklärungsaktion in den Kneipen
Neumünster (but) Eindeutig zweideutig: Die
"Dicke-Eier-Aktion" der Aids-Hilfe Neumünster brachte zahlreichen
Besuchern Neumünsteraner Kneipen ein ernstes Thema humorvoll näher. Am
vergangenen Sonnabend tourten wie angekündigt ehrenamtliche Helfer
durch die Wirtsstuben und verteilten ganz besondere Präsente zum
Osterfest: "Oh, was ist das?" - Im ersten Moment lösten die
durchsichtigen Plastiktüten mit einigen kleinen Schokoeiern und einem
Kondom Erstaunen aus. Doch der beigelegte Zettel brachte die Botschaft
schnell an Frau und Mann: "Safer Sex - Safe Ostern" war die deutliche
Mahnung, die von den vier "Condomdealern" unters Kneipenvolk gebracht
wurde.
"Aber Hallo, das ist ja mal eine gelungene Präventionsaktion", lacht
Jenny Jürgensen. Die 21-jährige war eine der Ersten, die einen der 500
"Sicherheitsbeutel" an diesem Abend erhielt. Gemeinsam mit ihrer
Freundin Sandra Ackermann (26) war die Trappenkamperin ins
"Paparazzi's" gekommen, um einen Cocktail zu trinken. In dem Lokal am
Ruthenberger Markt starteten Torsten Kniep, Vorsitzender der
Aids-Hilfe, Hubert Mars, Fred Fisler und Thorsten Holm ihre Tour.
Ein Wäschedienst spendierte weiße Kittel auf deren Rückseite die
Aktivisten ein Kondomlogo samt Aufschrift "Condomdealer" anbrachten.
"Das Thema HIV-Infektion ist weiterhin brandheiß, aber wird von vielen
Menschen verdrängt. Mit unserer Aktion wollen wir auf spaßige Art die
Menschen sensibilisieren", sagte Torsten Kniep. Eine ähnliche
Kondom-Verteilung gab es bei der Aids-Hilfe Halle, die nun für die
Neumünsteraner als Vorbild diente. Bereits im Vorfeld holten sich die
Akteure das Okay der Kneipenwirte ein.
Derzeit plant Torsten Kniep weitere Auftritte der "Condomdealer". Im
Gespräch sind Termine während der "Nacht der Clubs" und zur
Holstenköste.
Bildunterschrift: Jenny
Jürgensen (links, 21) und Sandra Ackermann (26) nahmen das
Ostergeschenk von "Condomdealer" Torsten Kniep entgegen. Foto: but.
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Kieler Nachrichten, 13. April 2004
Freche Sprüche für
sichere Liebe
Kondom-Aktion der Aids-Hilfe zu Ostern
Neumünster - "Hände hoch. Hier sind die Condomdealer!"
Hubert Mars wiegt sich breitbeinig in die Neumünsteraner In-Kneipe
"Paparazzis", öffnet seine Jacke bis zum Futter und fragt: "Wollt Ihr
Eier sehen?". Sie wollen. Und bekommen dafür ein Säckchen gefüllt mit
2 Schokoladeneiern und einem Kondom.
Von Beate König
"Dicke Eier" heißt die witzige Aktion mit todernstem Hintergrund, zu
der Mars und seine drei Kollegen mit Baseball-Cap, Sonnenbrille,
weißer Sanitäter-Jacke mit buntem Condom-Aufdruck gestartet sind: Die
vier ziehen in Sachen Aids-Aufklärung durch Neumünster:
Die Aufmachung sichert ihnen Aufmerksamkeit, der lässige Witz beim
Auftritt sorgt für den lockeren Start ins Gespräch: "Es wird nicht
mehr im Bewusstsein der Leute, aber die Zahlen der neu an
Aids-Erkrankten steigen jährlich dramatisch", sagt Torsten Kniep,
Vorsitzender des Vereins Aids-Hilfe Neumünster, der die Aktion
gestartet hat.
Besonders Schwule zwischen 25 und 35 Jahren seien gefährdet. Aber auch
Heterosexuelle sind, sobald sie, etwa als Sextouristen, ungeschützten
Sex haben, in Gefahr, sich mit der todbringenden Krankheit zu
infizieren. Und diese weiterzugeben. "Das müsste eigentlich als
vorsätzliche Körperverletzung geahndet werden", wünscht sich Kniep.
"Wir sind keine Moralapostel, aber wenn ihr's macht, dann bitte safe!"
appelliert er deshalb an die Gäste. Damit das einfacher wird, gibt's
Kondome gratis. Durch sechs Kneipen läuft das Quartett, verteilt
Broschüren und sammelt für den Verein.
Vor der Kneipe Tresen Total gibt's für die Mädels, die eine
Junggesellinnen-Abschiedsparty feiern, außer dem Tipp "Man sollte
immer ein Kondom dabei haben" noch einen Rat von Kniep: "Nicht im Auto
aufbewahren. Die Temperatur ist schlecht fürs Material". Das nächste
Mal sind die Condom-Dealer auf der Holstenköste aktiv. Infos über Aids
gibt es unter www.bzga.de,
www.machsmit.de
und
www.aidsberatung.de .
(Anmerkung von uns: Infos über Aids gibt es natürlich auch hier auf
unseren Seiten ;-))
Bildunterschrift: Condom-Dealer Tipp von Hubert Mars (links) und
Torsten Kniep (hinten) für die Freundinnen der Braut, die im
Bunny-Kostüm Abschied vom Junggesellinnen-Dasein feiern: "Macht's
safe". Foto König
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Holsteinischer Courier 25. März 2004
Aids-Hilfe: Optimistischer Blick nach
vorn
Neue Projekte und Aktionen: Die Aids-Hilfe hat sich für dieses Jahr
viel vorgenommen
Neumünster Nicole Scholmann
Mit Humor an das Thema Aids gehen: In diesem Jahr haben die
ehrenamtlichen Mitarbeiter der Aids-Hilfe mehrere Touren durch die
Kneipen der Stadt geplant. Im Gepäck nicht nur viel Info-Material über
die Immunschwäche HIV und Aids, sondern auch Kondome, die verteilt
werden sollen. Weiße Laborkittel mit buntem Aufdruck auf der Rückseite
("Condomdealer") weisen auf die Ehrenamtlichen hin. Start der
Aktionsreihe ist am Sonnabend, 10. April, unter dem Motto "Dicke
Eier". Neben Kondomen gibt es dann zur Osteraktion auch
Schokoladeneier. Unterstützt wird die Aktion vom Förderverein
Präventiv-aktiv.
Weitere Neuerung in diesem Jahr ist die Aktionsreihe "Sterben und
Sterbebegleitung heute". Geplant sind eine Lesung mit dem Hamburger
"Aids-Pastor" Rainer Jarchow am 26. Mai, eine Kino-Vorführung des
Films "Dem Tod ins Gesicht sehen" (24. Mai) und Vorträge der
Hospiz-Initiative, Mitarbeiter der FEK-Palliativstation, des
Bestattungsinstitutes Selck und des Kirchenkreises. Auftakt ist am 13.
Mai mit der Eröffnung der Wanderausstellung "Weiter Leben" der Kieler
Fotografin Claudia Schulze.
Ist der Tod in den Beratungen der Aids-Hilfe denn ein Thema? "Jeder
Betroffene wird mit der Frage nach Leben und Tod konfrontiert", weiß
Sozialpädagogin Anna Struve. Auch wenn es inzwischen Medikamente gibt,
die bei einer HIV-Erkrankung helfen sollen, warnen die Experten davor,
allzu leicht das Thema beiseite zu schieben. "Aids ist kein
Schnupfen", warnt Torsten Kniep, Vorsitzender der Aids-Hilfe. Die
Nebenwirkungen der Medikamente seien vielfältig und schwerwiegend,
ganz abgesehen vom sozialen Verfall und der gesellschaftlichen
Ausgrenzung der Erkrankten. Die Aids-Hilfe ist unter Tel. 6 68 66
erreichbar.
Foto:
Torsten Kniep im Kittel. Foto: nib
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