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Presse der Aids-Hilfe Neumünster
Juli - Dezember 2001
Holsteinischer
Courier, 18. Dezember 2001
Gönner spendeten über 3500 Mark für Betroffene
Aids-Hilfe gründet Unterstützungsfonds
Stadtmitte (tj). Für die Aids-Hilfe Neumünster war 2001 ein
Rekordjahr: Bei ihrer Aktion zum Welt-Aids-Tag am ersten Dezember
kamen Spenden in Höhe von 3517,76 DM zusammen.
Bei einer symbolischen Übergabe floss der Betrag nun auf ein seperates
Konto, wo er streng verwaltet wird. Von diesem Geld soll kein Pfennig
in die Vereinsarbeit oder Beratungsstelle gehen, versichert der
Vorsitzende Torsten Kniep. Das Geld soll betroffenen Menschen zu Gute
kommen, die Hilfe brauchen. So könne beispielsweise die Renovierung
der Wohnung eines Erkrankten finanziert werden. Natürlich bleiben die
Empfänger anonym. Lediglich der Vorstand erhält Kenntnis und
entscheidet über die Vergabe.
Mit einem so enormen Spendenaufkommen hatte bei der Aids-Hilfe niemand
gerechnet. Im Rahmen eines adventlichen Kaffeenachmittags mit Freunden
und Bekannten wurde von Heiner ein Scheck überreicht. Er hatte
zusammen mit Freunden in Restaurants, Kneipen und Bars von Besuchern
und Inhabern Spenden gesammelt. Dabei kam der stolze Betrag von
2357,43 Mark zusammen. Ein Dankeschön geht daher auch an die Boutique
Bonjourm, Sager und Papierfabrik, Belle Epoque, Sky, Bierhaus, Body &
Soul und Timo's, die diese Aktion unterstützt hatten. Bäckermeister
Joachim Sachau ("De Buurn Bäcker") sammelte allein bei einer
Backaktion zugunsten der Aids-Hilfe rund 400 DM Mark Spendengelder
ein.
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Schaufenster,
5.12. 2001
Titelseite: Welt-Aidstag: Ausstellungen und Aktionen
Aids geht alle an - und es gibt keinen Grund zur Entwarnung: So
lautete der Tenor der Aktionen und Ausstellungen anlässlich des
Welt-Aidstages am vergangenen Freitag bzw. Sonnabend. Im
Gesundheitsamt wurde eine äußerst sehenswerte Ausstellung mit Bildern
und Skulpturen der Kasse 8 d der Holstenschule (im Bild: Nadja Haase
(li.) und Anita Horns mit ihrem Werk "Aids betrifft die Welt") und
Stickbildern von Konrad Ritter, der von HIV betroffen ist, eröffnet.
Politiker verkauften am Sonnabend gebackene Aids-Schleifen für den
guten Zweck. Mehr über die Ausstellungen auf SEITE 5.
Seite 5: Ausstellungen und Aktionen zum Welt-Aidstag:
Bilder, Skulpturen und Gebäck gegen das Verdrängen
Ein kleines Kondom haut auf den HIV-Virus ein. Daneben mahnt eine
Collage mit Gesichtern aus aller Welt "Aids - es kann jeden treffen".
26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 d der Holstenschule haben
sich im Rahmen eines Unterrichtsprojektes ihre ganz eigenen Gedanken
gemacht. Aus Anlass des Welt-Aids-Tages wurde die Ausstellung, die mit
Stick-Bildern von Konrad Ritter als Betroffenem kombiniert ist, am
Freitag im städtischen Fachdienst Gesundheit eröffnet.
"Diese Ausstellung ist etwas Besonderes - denn es ist ein Zeichen,
dass Aids eine schlimme Krankheit ist und dass es keinen Grund für
Entwarnung gibt", so Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth in seiner
Eröffnungsrede. Wenn es durch diese Ausstellung gelänge, das Thema in
die Öffentlichkeit zu tragen und junge Leute anzusprechen, dann sei
viel erreicht.
Auch Susanne Behrens, städtische Schulärztin, zeigte sich tief
beeidruckt von den ausgestellten Bildern und Werken der Schüler.
Eingebettet war das Erarbeiten der Kunstwerke in zwei Projekttage, an
denen Aids-Fachmann Stefan van der Elst vom Gesundheitsamt im
Unterricht über die Krankheit informierte und Konrad Ritter als
Langzeit-Infizierter über sein persönliches Leben mit der Krankheit
mit den Schülern sprach. "Es war toll, mit ihm reden zu können. Man
kann ihn alles fragen", sagten Nadja Haase (13) und Anita Horns (15).
Die beiden haben eine gemeinsame Skulptur geschaffen: "Aids betrifft
die Welt". Eine bunte Maske ist umgeben von Länderflaggen wie zum
Beispiel Europa, Australien, China. "Take me" sagt ein Kondom, das auf
dem T-Shirt von Nadja abgebildet ist. Auch weitere andere
bemerkenswerte Werke wie zum Beispiel der mit Zähnen beißende Virus,
dem ein fröhliches Kondom entgegentritt (von Katharina Schmidt und
Neele Wendler) oder auch die Pinguine, die über Kontinente hinweg mit
der roten Schleife verbunden sind. ("Jeder für jeden" von Julia
Kudelko) sind in den Fluren des Gesundheitsamtes ausgestellt.
"Meine Bilder sind eine Art Therapie. Denn wenn man betroffen ist,
bedeutet das auch viele dunkle Grüblereien ...": Zahlreiche
Stick-Bilder zeigt Konrad Ritter parallel zu den Werken der Schüler.
Wenn sich der 64-jährige stundenlang mit seinen Stickereien
beschäftigt, muß er sich konzentrieren - und das Grübeln wird
verbannt. Wie sehr ihm diese Leidenschaft gepackt hat, konnte man
daran sehen, dass das "frischeste" Bild, ein Schmetterling, bis
morgens um vier vor der Ausstellungseröffnung gestickt wurde: "Ich
musste es einfach fertig kriegen ...". Der Weg, durch Psychotherapie
und Musiktherapie die Immunkräfte zu stützen, habe sich als richtig
erwiesen, so Ritter über ein Projekt, an dem er teilgenommen hatte.
Der Mitbegründer der Aids-Hilfe Neumünster stand auch an diesem Tag
offen für jede Frage - und damit hatte er die Schüler tief
beeindruckt. Kunst- und Deutschlehrerin Susanne Koch: "Für viele
Schüler war es die erste Begegnung mit einem Betroffenen. Sie haben
ihn vieles gefragt. Und viele waren tief betroffen."
Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Februar im Gesundheitsamt,
Meßtorffweg, zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 9 - 17
Uhr, freitags 9 - 12.20 Uhr. (vaq)
Fotos:
(1) Sticken als Therapie gegen das
Grübeln: Konrad Ritter vor seinen Werken "Frau am Meer" sowie einer
mittelalterlichen Szene und Kräuter-Bildern. Bis zu 800 Arbeitsstunden
stecken in den großformatigen Stickereien.
(2) Betroffene integrieren: das Bild "Jeder für jeden" der
Holstenschülerin Julia Kudelko.
(3) Eindeutige Aussage - ein Bild von Nina Paarmann.
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Holsteinischer
Courier, 3. Dezember 2001
Titelseite: Aktionen zum Welt-Aids-Tag
Stadtmitte (hc). Zum Welt-Aids-Tag wurde in der Innenstadt
gesammelt und Gebackenes für einen guten Zweck verkauft: Die
Abgeordneten Jutta Schümann, Arno Jahner und Dr. Michael Bürsch,
Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth und Bäcker Joachim Sachau brachten
sogenannte Aids-Schleifen aus Zopfteig unter die Leute. Seite 9.
Gebäck und Teddybären: Politiker und Unternehmer engagieren
sich am Welt-Aids-Tag
Prominente Mahner
Von Gabrielle Vaquette
Stadtmitte. Beim Plakate-Aufstellen für den Welt-Aids-Tag bekamen
Mitarbeiter der Aids-Hilfe von der Bügermeisterin einer
Umland-Gemeinde einen erstaunlichen Satz zu hören: Man wollte hier
keine Plakate. "Bei und gibt's kein Aids".
Das Thema werde verdrängt, stellte Torsten Kniep, Vorsitzender der
Aids-Hilfe Neumünster, etwas konsterniert fest. Damit sich in den
Köpfen etwas tut, engagierten sich am Wochenende vier Politiker bei
den Aktionen zum Welt-Aids-Tag. "Lecker!" Sobald die ersten
Aids-Schleifen fertig gebacken waren, rissen Passanten und
Unterstützer der Aids-Hilfe sie den Verkäufern förmlich aus den Händen
der prominenten Verkäufer: Die Landtagsabgeordneten Jutta Schümann und
Arno Jahner engagieren sich gemeinsam mit Stadtrat Günter
Humpe-Waßmuth, Pastor Johannes Weingärtner und Bäckermeister Joachim
Sachau ("De Buurn Bäcker") für die gute Sache. Rund 200 aus süßem
Zopfteig gebackene Schleifen wurden "vermampft".
"Wir müssen darauf hinweisen, dass wir die Krankheit Aids nicht im
Griff haben, dass weiter nach Heilungsmethoden geforscht werden muss
und dass es gilt, für Erkrankte zu sorgen, sie zu integrieren und sich
solidarisch zu zeigen", so die Sozialpolitikerin Schümann zum Thema,
die darüber hinaus den Einsatz Sachaus lobte: "Es können sich gerne
noch mehr Unternehmen zum Thema Aids engagieren." Jahner als
gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion schloss sich
diesem voll an und wies darauf hin, dass gerade nach der Öffnung der
GUS-Staaten im Osten die Infektionszahlen gestiegen seien - und es
unter anderem dort überdeutlich werde, dass Aids nicht nur Schwule
betreffe. Geschockt zeigte sich Schümann von den Eindrücken eines
Urlaubs in Namibia: Dort seien 5 Prozent der Bevölkerung an Aids
erkrankt.
In dieselbe Kerbe hieb Kniep: Nach wie vor gebe es Sextourismus,
inzwischen nach Rumänien und ähnliche Länder statt nach Thailand, und
nach wie vor komme es zu Neuinfektionen. Es gebe nach wie vor
Informationsbedarf, ob bei jugendlichen Heterosexuellen oder auch
jungen Schwulen oder Erwachsenen. Die Auseinandersetzung mit Aids
bedeute, sich mit der eigenen Sexualität zu beschäftigen. Nach wie vor
liege die Hauptverantwortung bei den Männern, die das sexuelle
Verhalten in der Regel dominieren.
Nachmittags verstärkte ein weiterer Politiker die Spenden-Sammeltruppe
um Heiner Thauren: Frisch aus Berlin eingetroffen, zog
SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Bürsch mit der Aids-Hilfe-Dose
über den Großflecken. Davor hatte er mit Kniep gemeinsam die Gewinner
des Internet-Teddy-Suchspiels auf der Homepage der Aidshilfe
(www.aids-hilfe-neumuenster.de) gezogen.
Fast 300 Menschen aus ganz Deutschland hatten teilgenommen. So war es
nicht verwunderlich, dass die Aids-Hilfe-Teddys demnächst per Post an
Tanja Köhler, im bayrischen Dittelbrunn, Inge van de Vin,
Mönchengladbach, Marianne Lücking, Osnabrück, Daniela Fehlau, Hamburg,
Thomas Kneis, Ketsch und Mario Sieg, Hungen, gehen. Bürsch spendete
ebenfalls für den guten Zweck und erwarb flugs zwei Teddys.
Wer helfen möchte: diese Woche sammelt Heiner Thauren weiter für die
Aids-Hilfe. Beim "de Buurn Bäcker" in der Lütjenstraße werden diese
Woche weiter gebackene Aidschleifen verkauft.
Foto: Süße Mahnung an eine noch nicht überwundene Seuche: Günter
Humpe-Waßmuth, Arno Jahner, Jutta Schümann und Joachim Saggau (v.li.)
mit gebackenen "Aids-Schleifen".
Holsteinischer
Courier, 3. Dezember 2001
Nachdenken über Tod und Sterben
Stadtmitte (tj). Im Haus der Begegnung wurde der Abschluss des
Welt-Aids-Tages mit einer Lesung und gemütlichem Beisammensein
begangen. Die Aids-Hilfe Neumünster sei nicht leiser geworden, doch
die Gesellschaft sei aufgeklärter. Noch immer sei sie Anlaufstelle
vieler Menschen, die nach Hilfe suchen. Menschen, die mit dem Virus
HIV positiv infiziert sind, und Menschen, die an der Krankheit Aids
leiden. Im Haus der Begegnung kamen sie zusammen, nachdem Pastor
Johann Weingärtner in der Vicelinkirche einen Gedenkgottesdienst
gehalten hatte. "Aids ist ein zutiefst christliches Thema", sagt der
Pastor. Eigentlich wollte die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei
Ingrid Markgraf eine Lesung zum Thema Aids halten. Markgraf erkrankte
jedoch. Da die Veranstaltung aber nicht ausfallen sollte, sprang
Pastor Weingärtner ein. Unter dem Titel "Tod, Sterben un
Unsterblichkeit" referierte der Pastor unter anderem über Rilke. Der
Vorsitzende der Aids-Hilfe Torsten Kniep war mit den Aktionen, die den
gesamten Tag über veranstaltet wurden, und der Resonanz darauf sehr
zufrieden.
Foto: Gemeinsam gegen Aids: Pastor Johann Weingärtner (li.) und
Torsten Kniep von der Aids-Hilfe. Foto: tj
Schaufenster,
28. November 2001
Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag - Programm in Neumünster
Gebackene Schleifen und "Aids geht's los"
Der Welt-Aids-Tag am Sonnabend, 1 Dezember, wird auch in Neumünster
gebührend gefeiert: Die Aids-Hilfe Neumünster hat in Zusammenarbeit
mit der Homosexuellen Initiative (HIN) ein buntes Programm auf die
Beine gestellt.
Torsten Kniep, Vorsitzender der Aids-Hilfe und Diplom-Pädagogin Anna
Struve stellten jüngst die Aktionen vor. Start ist am Welt-Aids-Tag
pünktlich um 10 Uhr. In der Bäckerei De Buurn auf dem Großflecken Ecke
Lütjenstraße werden die roten Schleifen, die an die Krankheit Aids
erinnert, aus Brezelteig gebacken. Tatkräftig werden die beiden
Landtagsabgeordneten Arno Jahner und Jutta Schümann (beide SPD) sowie
Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth mitmachen. Abwechselnd wollen die drei
Schleifen backen, die anschließend in der Bäckerei verkauft werden. Ab
10 Uhr stehen Mitarbeiter des Vereins sowie der HIN mit einem
Info-Stand auf dem Großflecken. Im Laufe des Nachmittags werden die
Gewinner des Internet-Preisausschreibens gezogen.
Seit Anfang November können Interessierte die Internetseite der
Aids-Hilfe unter
www.aids-hilfe-neumuenster.de
aufrufen und dort einen kleinen Teddy suchen. Wer ihn gefunden hat und
dies per E-Mail dem Verein mitteilt, kann einen Plüschteddy gewinnen.
Ab 12 Uhr wird Heiner Thauren, der sich seit Jahren stark in der
Aids-Hilfe engagiert, mit seiner Sammelbüchse durch die Innenstadt
marschieren, um Geld für die Arbeit des Vereins zu sammeln.
Unterstützt wird er von Freunden und auch von Landtagsabgeordneten
Jahner.
Der alljährliche Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag beginnt um 19 Uhr.
Pastor Johann Weingärtner gestaltet in der Vicelinkirche die
Gedenkstunde. Anschließend sind die Teilnehmer zu einem Empfang in das
Haus der Begegnung eingeladen. Dort wird ab 20:30 Uhr Ingrid Markgraf,
die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei, eine Lesung abhalten. Sie
will dem ernsten Thema Aids humorvoll begegnen. Der Eintritt ist frei.
Der Erlös der Aktionen kommt der Aids-Hilfe Neumünster zugute. Im
vergangenen Jahr kamen so über 1700 DM zusammen.
Nicht direkt am Welt-Aids-Tag, am Mittwoch, 5. Dezember, führt die
Theatergruppe Thevo aus Nürnberg das Stück "Aids geht's los" auf.
Beginn ist um 19 Uhr im Kulturzentrum der IGS Faldera. Eingeladen sind
Jugendliche. Veranstalter ist neben der Aids-Hilfe auch der
Jugendverband und das Kulturzentrum. Der Eintritt beträgt fünf Mark.
Foto: Sammelaktion für die Aids-Hilfe: Heiner Thauren (links) und
Torsten Kniep, Vorsitzender der Aids-Hilfe. Fotos: Scholmann
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Wochenanzeiger,
21. November 2001
Aids-Hilfe und Homosexuellen-Initiative Neumünster laden ein
1. Dezember: Welt-Aids-Tag
Am Samstag, 1. Dezember, laden die Aids-Hilfe Neumünser und die
Homosexuellen-Initiative Neumünster (HIN) gemeinsam zum Welt-Aids-Tag
2001 ein, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: "Aids: das geht
mich an ... dich auch?"
Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Aids-Hilfe Neumünster wird in
diesem Jahr ein sehr vielfältiges Programm geboten, das
Diplom-Pädagogin Anna Struve und Vorstandsmitglied Torsten Kniep
dieser Tage vorstellten.
In der Zeit von 10 bis 17 Uhr läuft auf dem Großflecken/Ecke
Lütjenstraße eine "Red Ribbon Back-Aktion" in der "De Buurn" Bäckerei.
Die Idee, die bekannten roten Schleifen, der Aids-Hilfen aus frischem
Brezelteig herzustelle, wurde in Heide geboren und wird am 1. Dezember
erstmalig in Neumünster praktiziert. Prominente "Verkäufer" und
"Verkäuferinnen", wie der Sozialdezernent der Günter Humpe-Waßmuth und
die SPD- Landtagsabgeordneten Jutta Schümann und Arno-Jahner konnten
dafür gewonnen werden, die leckeren "Red Ribbons" an die Frau oder den
Mann zu bringen.
Gleichzeitig werden Mitglieder der Aids-Hilfe und der HIN bei einem
Infostand auf dem Großflecken Interessierten Rede und Antwort stehen.
Seit Anfang November läuft ein Internet-Preisausschreiben unter
www.aids-hilfe-neumuenster.de , bei dem es einen Teddy auf
der Homepage der Aids-Hilfe zu finden gilt. Bisher haben sich über 200
Personen aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligt. Am Samstagnachmittag
werden die drei Gewinner auf dem Großflecken ermittelt, denen als
Preis ein Plüschtier winkt.
Mit mehr als 1000 Zugriffen im vergangenen Monat auf die Homepage und
durchschnittlich drei Wochenstunden Beratung im Internet verzeichnet
die Aids-Hilfe Neumünster eine große Nachfrage über die neuen Medien.
Wie in den Jahren zuvor hat sich auch diesmal Heiner Thauren,
langjähriger Unterstützer der Aids-Hilfe, bereit erklärt, ab 12 Uhr,
gemeinsam mit Freunden öffentliche Spendengelder zu sammeln.
Der traditionelle Gottesdient mit Pastor Johann Weingärtner beginnt um
19 Uhr in der Vicelinkirche. Die Predigt wird unter dem Motto des
Welt-Aids-Tages stehen. Anschließend findet ein Empfang im "Haus der
Begegnung" statt, dem Gemeindehaus der Vicelinkirche.
Den Abschluß des Programms bildet dann am gleichen Ort um 20:30 Uhr
eine Lesung mit Ingrid Markgraf, der ehemaligen Leiterin der
Stadtbücherei, mit anschließender Diskussion. Der Eintritt ist frei.
"Mit bundesweit 2500 neu am Aids-Virus infizierten Menschen im
vergangenen Jahr darf das Thema keinesfalls in Vergessenheit geraten,"
mahnte Struve. Dank des medizinischen Fortschritts könne der
Zeitpunkt von der Infektion mit dem Virus bis zum Ausbruch der
Erkrankung hinausgezögert werden, aber nach wie vor gäbe es keine
Heilung. Die Einnahme der lebensverlängernden Medikamente gehe mit
starken Nebenwirkungen einher, wie Übelkeit, Erbrechen,
Stoffwechselstörungen oder erhöhtem Herzinfarktrisiko, so daß zu Recht
von einer Minderung der Lebensqualität bei den Betroffenen gesprochen
werden kann.
Die Arbeit der Aids-Hilfen, die auf den drei Säulen Beratung,
Betreuung und Prävention im Sinne von Aufklärung und Verhütung beruhe,
besitze nach wie vor gesellschaftliche Relevanz.
Foto: Torsten
Kniep (links) vom Vorstand der Aids-Hilfe und Heiner Thauren,
langjähriger Unterstützer, werden sich an den Aktionen beteiligen
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Kieler
Nachrichten, 21. November 2001
Geballte Aktionen gegen das Vergessen von Aids
Welt-Aids-Tag am 1. Dezember - AIDS-Hilfe Neumünster sammelt Geld
Neumünster (can) Nicht nur einen Knoten gegen das Vergessen: Mit
einer Back-Aktion, einem Internet-Preisausschreiben, einer Lesung, dem
obligatorsischen Info-Stand und dem Gottesdienst am Sonnabend, 1.
Dezember, möchte die AIDS-Hilfe Neumünster das Thema der Immunschwäche
Aids (aquired immune deficiency syndrome) zurück in die öffentliche
Diskussion holen. Weltweit wird an dem Welt-Aids-Tag aus diesem Grund
ein zusätzlicher Knoten in die kleinen roten Metall-Schleifen, die
sogenannten Red Ribbons, geknüpft.
Das Motto 2001: "Aids: das geht mich an ... Dich auch?" Zum Auftakt
der Aktionen backt ein Teil der Neumünsteraner Politikerprominenz wie
die Landtagsabgeordneten Arno Jahner und Jutta Schümann von der SPD
sowie Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth Schleifen aus Brezelteig bei
Bäcker Joachim Sachau in der Bäckerei De Buurn am Großflecken. Das
Gebäck wird von zehn bis 18 Uhr zu Gunsten der Aids-Hilfe verkauft.
Zur gleichen Zeit steht auch am Großflecken der Infostand, der
gemeinsam mit der Homosexuellen Initiative (HIN) betreut wird. Gegen
14 Uhr sollen die Gewinner des Internet-Preisausschreibens gezogen
werden, der Erste erhält alle vier Teddys der vergangenen Jahre, die
anderen fünf je einen Aktuellen. Seit ersten November hat sich
der diesjährige Aids-Teddy auf einer Seite des Internet-Angebots des
Vereins (www.aids-hilfe-neumuenster.de) versteckt. Bisher haben
bereits über 250 Personen aus ganz Deutschland das braune Plüschtier
gefunden und nehmen nun per E-Mail am Preisausschreiben teil.
Gegen zwölf Uhr startet Heiner Thauren mit ein paar Freunden seine
legendäre Sammelaktion in der Innenstadt. Letztes Jahr hat der
ehemalige Gastwirt des "Na und" an die 1700 DM für die Aids-Hilfe
gesammelt. Den traditionellen Gottesdienst hält Pastor Weingärtner um
19 Uhr in der Vicelinkirche, in deren Gemeindehaus anschließend Ingrid
Markgraf, die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei, eine Lesung halten
wird. Am Freitag um zwölf Uhr eröffnet der Stadtrat bereits die
Ausstellung von Konrad Ritter und Schülern der Klasse 8 d der
Holstenschule im Fachdienst Gesundheit im Meßtorffwerg 8. Der 1983 mit
HIV infizierte Künster präsentiert seine Kreuzstichbilder, die Schüler
Malereien und Plastiken zum Thema "Verständnis und Umgang mit HIV
infizierten Menschen".
Noch immer infizieren sich jährlich etwa 2500 Menschen in Deutschland
mit dem HIV-Virus. Obwohl die Krankheit selbst bei immer weniger
Patienten ausbricht, seit Mitte der 90er-Jahre die Zahl der Todesfälle
im Zusammenhang mit Aids gesunken ist, ist das Leben als HIV-Patient
keineswegs leichter geworden. "Die neuen Medikamente verlängern zwar
das Leben der Infizierten, machen es deswegen aber nicht angenehmer",
sagt Anna Struve von der Aids-Hilfe Neumünster. "Viele glauben, dass
Aids bereits heilbar ist, was aber keineswegs der Fall ist." Übelkeit,
Erbrechen, ein erheblicher Gewichtsverlust, Herz-Kreislauf-Probleme
und Bluthochdruck seien nur die offensichtlichsten Nebenwirkungen der
vielen Medikamente.
Foto: Der eine zieht mit der Büchse los, der andere verteilt gegen
Spenden die neuen Aids-Teddys: Heiner Thauren und der erste
Vorsitzende der AIDS-Hilfe Neumünster, Torsten Kniep, engagieren sich
beide seit Jahren ehrenamtlich für den 1991 gegründeten Verein. Foto
can
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Holsteinischer
Courier, 20. November 2001
Welt-Aids-Tag: Informationen und Aktionen auf der Straße und im
Internet
Rote Schleifen aus Brezelteig
NEUMÜNSTER (nib). Der Welt-Aids-Tag am Sonnabend, 1. Dezember, geht
auch an Neumünster nicht spurlos vorbei: Die Aids-Hilfe hat in
Zusammenarbeit mit der Homosexuellen Initiative (HIN) ein buntes
Programm auf die Beine gestellt.
Torsten Kniep, Vorsitzender der Aids-Hilfe, und Diplom-Pädagogin Anna
Struve stellten gestern die Aktionen vor. Start ist am Welt-Aids-Tag
pünktlich um 10 Uhr. In der Bäckerei "De Buurn" auf dem Großflecken,
Ecke Lütjenstraße werden die roten Schleifen, die an die Krankheit
Aids erinnern, aus Brezelteig gebacken. Ihre Finger werden sich die
beiden Landtagsabgeordneten Arno Jahner und Jutta Schümann (beide SPD)
sowie Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth mit Teig beschmieren. Abwechselnd
wollen die drei Schleifen backen, die anschließend in der Bäckerei
verkauft werden.
Ab 10 Uhr stehen Mitarbeiter des Vereins sowie der HIN mit einem
Info-Stand auf dem Großflecken. Im Laufe des Nachmittags werden die
Gewinner des Internet-Preisausschreibens gezogen. Seit Anfang November
können Interessierte die Internetseite der Aids-Hilfe unter
www.aids-hilfe-neumuenster.de
aufrufen und dort einen kleinen Teddy suchen. Wer ihn gefunden hat
und dies per E-Mail dem Verein mitteilt, kann einen Plüschteddy
gewinnen. "Bislang haben wir 200 Rückmeldungen aus ganz Deutschland"
erzählte Anna Struve.
Ab 12 Uhr wird Heiner Thauren, der sich seit Jahren stark in der
Aids-Hilfe engagiert, mit seiner Sammelbüchse durch die Innenstadt
marschieren, um Geld für die Arbeit des Vereins zu sammeln.
Unterstützt wird er von Freunden und auch vom Landtagsabgeordneten
Jahner.
Der alljährliche Gottsdienst zum Welt-Aids-Tag beginnt um 19 Uhr.
Pastor Johann Weingärtner gestaltet in der Vicelinkirche die
Gedenkstunde. Anschließend sind die Teilnehmer zu einem Empfang in das
Haus der Begegnung eingeladen. Dort wird ab 20.30 Ingrid Markgraf, die
ehemalige Leiterin der Stadtbücherei, eine Lesung abhalten. Sie will
dem ernsten Thema Aids humorvoll begegnen. Der Eintritt ist frei. Der
Erlös der Aktionen kommt der Aids-Hilfe Neumünster zugute. Im
vergangenen Jahr kamen so über 1700 DM zusammen.
Nicht direkt am Welt-Aids-Tag, am Mittwoch, 5. Dezember, führt die
Theatergruppe Thevo aus Nürnberg das Stück "Aids geht's los" auf.
Beginn ist um 19 Uhr im Kulturzentrum der IGS Faldera. Eingeladen sind
Jugendliche. Veranstalter ist neben der Aids-Hilfe auch der
Jugendverband und das Kulturzentrum. Der Eintritt beträgt fünf Mark.
Foto: Heiner Thauren (l.) und Torsten Kniep, Vorsitzender der
Aids-Hilfe, sammeln am Welt-Aids-Tag Spenden für den Verein. Wer am
Internet-Preisausschreiben teilnimmt, kann hübsche Teddys gewinnen.
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Holsteinischer
Courier, 6. August 2001
Stolze
Summe
Dass der Erlös der Tour Courier einem guten Zweck zukommt, ist schon
gute Tradition. 1627 Mark kamen in diesem Jahr durch die Startgelder
zusammen, die Stadtsparkasse stockte den Betrag noch einmal auf die
runde Summe von 2000 Mark auf.
Das Geld geht zu gleichen Teilen an die durch Torsten Kniep vertretene
Aids-Hilfe Neumünster und die FEK-Kinderklinik, für die Dr.
Christiane Seitz den Spendenscheck von Jürgen Wolf (Stadtsparkasse)
entgegennahm.
Foto: Torsten
Kniep, Jürgen Wolf, Dr. Christiane Seitz bei der Übergabe
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Schaufenster,
25. Juli 2001
Ausstellung verlängert
Die Wanderausstellung im Rathaus wird bis zum 27.Juli verlängert.
Wegen des großen Zuspruchs und Interesses an der Wanderausstellung
des Konrad-Lutz-Preises, haben sich die Aids-Hilfe Neumünster und
BRD-Plus entschieden, die Ausstellung zum Thema Aids um eine Woche zu
verlängern. Die Ausstellung zum Thema AIDS kann von Montag bis
Donnerstag von 7 bis 18 Uhr und Freitag von 7 bis 12 Uhr im
Rathausfoyer zu sehen.
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Prima
Sonntag, 21. Juli 2001
Unter der Rubrik "Angesagt":
Wegen des großen Zuspruchs und Interesses an der Wanderausstellung
des Konrad-Lutz-Preises, haben sich die Aids-Hilfe Neumünster und
BRD-Plus entschieden, die Ausstellung zum Thema Aids um eine Woche zu
verlängern. Sie ist Montag bis Donnerstag von 7 bis 18 Uhr und
Freitag von 7 bis 12 Uhr im Rathausfoyer zu sehen.
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Schaufenster,
18. Juli 2001
Titelseite Foto:
Kein Grund zur Entwarnung. Mit
einer Ausstellung zum Thema Aids - gezeigt werden Werke Betroffener -
will die Aids-Hilfe Neumünster auf das Thema erneut aufmerksam
machen. Es bestehe kein Grund zur Entwarnung bei der tödlichen
Krankheit.
Seite 2:
Zehn Jahre Aids-Hilfe:
Ausstellung im Rathaus
Erschreckende Sorglosigkeit
Die Sorglosigkeit, mit dem manche
mit diesem Thema umgängen, sei erschreckend - und angesichts über
2500 Neuinfektionen in
Deutschland könne er nicht fassen, dass manche Aids eine heibare
Krankheit hielten. Ernste Worte zum zehnjährigen Bestehen: Torsten
Kniep, Vorsitzender der Aids-Hilfe Neumünster, eröffnete gestern im
Rathaus-Foyer eine Ausstellung mit Werken von HIV-Positiven, die noch
bis zum 31.Juli zu sehen ist.
Nicht der geringste Grund zur Entwarnung bestehe, machte Kniep
deutlich. Männer die ungeschützten Sex mit Prostituierten haben oder
mit dem Kegelclub nach Thailand fahren und nach 20 Jahren Ehe kein
Kondom benutzen wollen - diese Fälle gibt es immer noch. "Auch
in der Schwulen-Szene scheint so mancher Russisches Roulette spielen
zu wollen, das nennt man in der Szene "barbaking". Hier übertrifft
Genussucht die Verantwortung", stellte Kniep drastisch fest. Auch
nach 15 Jahren Aids-Prävention nehme gerade in der jüngsten Zeit die
Sorglosigkeit erschreckend wieder zu. Die Aids-Hilfe habe ihre Arbeit
damals begonnen mit dem Ziel, einmal überflüssig zu sein. Doch Aids
habe seine abschreckende Wirkung verloren - zu Unrecht. Experten
sprechen vor allem bei Jüngeren von einer "neuen Sorglosigkeit
und Hemmungslosigkeit", ausgelöst durch Designerdrogen. Die
Aids-Hilfe gehe in Schulen und Diskos; gefragt seien aber vor allem
Eltern und Gesellschaft. Mit der Ausstellung wolle die Aids-Hilfe Neumünster
die Diskussion neu auslösen. Zu sehen sind 14 Werke Betroffener im
Rahmen einer Wanderausstellung des Konrad-Lutz-Preises, ein
Gestaltungswettbewerb, der von der deutschen Aids-Hilfe, dem Netzwerk
Plus und Glaxo wellcome, einem Hersteller HIV-hemmender Medikamente
unterstützt wird. Hinzu kommen zehn großformatige Werke Jens Sagers,
einem Lübecker Künstler. Die Exponate vermitteln keine düsteren
Stimmungen, sondern strahlen Lebensfreude aus. Doch hinter
farbenfrohen Bildern verbirgt sich der schwere Kampf mit dem Schicksal
so wie z.B. bei "Mosaik der Tage" von Joachim F. Reck. Und
die aus dem Krankenhausfenster springenden Patienten beim "Freien
Fall" von Kathrin Pfeifer aus Berlin spiegeln die Sehnsucht nach
der "Version der Möglichkeit einer Heilung", dem "Ende
des Albtraums", wider.
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Holsteinischer
Courier, 17. Juli 2001
Ausstellung soll Bewusstsein für die Krankheit wieder schärfen.
Aids-Gefahr ist präsent.
Stadtmitte(vaq) Nur
eine einzige Unvorsichtigkeit reicht, um lebenlange Folgen zu haben.
Das ist so aktuell wie vor 15 Jahren: Bei über 2500 Neuinfektionen
mit dem HIV-Virus sei ihm nicht verständlich, dass viele Menschen
glaubten, Aids sei heibar.
Ernste Worte zum zehnjährigen Bestehen: Torsten Kniep, Vorsitzender
der Aids-Hilfe Neumünster, eröffnete gestern im Rathaus-Foyer eine
Ausstellung mit Werken von HIV-Positiven, die noch bis zum 31.Juli zu
sehen ist.
Nicht der geringste Grund zur Entwarnung bestehe, machte Kniep
deutlich. Männer die ungeschützten Sex mit Prostituierten haben oder
mit dem Kegelclub nach Thailand fahren und nach 20 Jahren Ehe kein
Kondom benutzen wollen - diese Fälle gibt es immer noch, stellte
Kniep drastisch fest.
Auch nach 15 Jahren Aids-Prävention nehme gerade in der jüngsten
Zeit die Sorglosigkeit wieder zu. Aids habe seine abschreckende
Wirkung verloren - zu Unrecht. Dementsprechend mache es manchmal Angst
und Bange, wie Aids-Hilfen im Bundesgebiet teilweise finanziert seien.
Experten sprechen vor allem bei Jüngeren von einer "neuen
Sorglosigkeit und Hemmungslosigkeit", ausgelöst durch
Designerdrogen.
Die Aids-Hilfe gehe in Schulen und Diskos; gefragt seien aber vor
allem Eltern und Gesellschaft. Mit der Ausstellung wolle die
Aids-Hilfe Neumünster die Diskussion neu auslösen.
Zu sehen sind 14 Werke Betroffener im Rahmen einer Wanderausstellung
des Konrad-Lutz-Preises, ein Gestaltungswettbewerb, der von der
deutschen Aids-Hilfe unterstützt wird. Hinzu kommen zehn großformatige
Werke Jens Sagers, einem Lübecker Künstlers.
Lob über die Präventionsarbeit gab es vom Kulturdezerneten Günther
Humpe-Waßmuth: "Ein Schächtelchen Kondome einfach so zu holen,
war vor zehn Jahren undenkbar. Das ist Ihr Verdienst." Leider sei
Aids inzwischen "beinahe banal". Die Gefahr sei angesichts
weltweiter Mobilität nicht gebannt.
Foto: Dank für die engagierte Präventionsarbeit: Schirmherr Günter
Humpe-Waßmuth mahnte aber auch, daß die Aids-Gefahr noch nicht
gebannt sei. Foto: vsq.
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Kieler
Nachrichten, 17. Juli 2001
Farbenfrohes zum Thema Aids
(pak) Wer das Foyer des Neumünsteraner Rathauses betritt, wird dort
seit gestern von farbenfrohen, leuchtenden Bildern empfangen. Anlässlich
des zehnjährigen Bestehens der Aids-Hilfe Neumünster gastiert die
Wanderausstellung mit den Preisträgern des Konrad-Lutz-Preises 1999
noch bis Freitag, 20. Juli in der Schwale-Stadt.
Krankheit ist immer noch nicht heilbar.
Die 14 Bilder, die durch weitere zehn des Lübecker Künstlers
Jens Sager ergänzt werden, und allesamt von Betroffenen angefertigt
wurden, tragen Namen wie "Lebensfreude",
"Hoffnung" oder "Liebespaar". Doch der fröhliche
Eindruck, der durch die Bilder geweckt wird, täuscht. "Aids ist
immer noch eine ernst zu nehmende, nicht heilbare Krankheit",
betont der 1. Vorsitzende der Aids-Hilfe Neumünster, Torsten Kniep
bei der Eröffnung. Darin habe sich auch nach zehn Jahren der Arbeit
der Aids-Hilfe und der Homosexuellen-Initiative Neumünster (HIN)
nichts geändert. "Die meisten Menschen sind gegenüber Aids und
HIV blind geworden." Gerade auch bei jungen Menschen sei vermehrt
der Trend zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu beobachten. "Es
gibt zwar viele tödliche Krankheiten, aber der große Unterschied
ist, dass man sich vor Aids schützen kann", appeliert Kniep an
das Verantwortungsbewustsein der Menschen. Die Ausstellung könne ein
kleiner weiterer Schritt dazu sein, das Gespräch und die Diskussion
erneut anzuregen.
Jubiläum wird mit Grillfest gefeiert.
Am Mittwoch, 1 August feiert die Aids-Hilfe Neumünster ihr Jubiläum
mit einem Grillfest auf dem Hinterhof ihres Büros in der Wasbeker
Straße 93. Ab 19 Uhr sind dort alle willkommen, die sich für die
Arbeit der Aids-Hilfe interessieren oder bei ihr mitarbeiten wollen.
Foto: Mit einer Ausstellung im Rathausfoyer feiern Torsten Kniep
(links) und Hubert Mars von der Aids-Hilfe Neumünster zusammen mit
Mitgliedern das zehnjährige Bestehen des Vereins. Foto: Klein.
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Schaufenster,
11. Juli 2001
Wanderausstellung zum Thema AIDS im Rathausfoyer
Nicht verdrängen
Die AIDS-Hilfe Neumünster e.V. und BRDplus e.V. zeigen in einer
Wanderausstellung die Preisträgr des Konrad-Lutz-Preises 1999 und
Bilder von Jens Sager.
1998 wurde er zum ersten Mal ausgeschrieben: Der Konrad-Lutz-Preis ist
ein Gestaltungswettbewerb, der von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.
(DAH), dem Netzwerk Plus e.V. und GlaxoWellcome unterstützt wird. Er
wird jedes Jahr an Menschen verliehen, die von HIV und AIDS betroffen
sind, indem sie selbst infiziert sind, oder indem sie mit einem
infizierten Menschen verwandt oder befreundet sind.
Vom 09. Juni bis zum 31. Juli 2001 wird die Wanderausstellung in
vielen Städten Norddeutschlands zu sehen sein, darunter Lübeck,
Schwerin und Neumünster. Veranstalterinnen sind BRDplus e.V. (Verein
der Freunde zur bundesweiten Förderung von Projekten zur Emanzipation
von Menschen mit HIV und Aids e.V.), GlaxoWellcome (ein Hersteller
HIV-hemmender Medikamente) und die regionalen AIDS-Hilfen.
Unter der Schirmherrschaft von Sozialdezernent Günter Humpe-Wasmuth
werden 25 Exponate vom 16. bis zum 20. Juli im Neumünsteraner
Rathausfoyer ausgestellt sein. Zur Eröffnung am Montag, 16. Juli, um
10 Uhr wird zum Sektempfang geladen.
Interessierte und Besucher und Besucherinnen des Rathauses können die
Bilder Montags bis Donnerstags von 7 bis 18 Uhr und Freitags von 7 bis
14 Uhr in Augenschein nehmen.
Die Ausstellung ist Auftaktveranstaltung zu unserem 10-jährigen
Jubiläum, so Torsten Kniep, erster Vorsitzender der AIDS-Hilfe
Neumünster e.V. "Im Laufe des Jahres werden weitere größere
Veranstaltungen folgen. Unser Anliegen und das von BRDplus e.V. ist
es, mit dieser Ausstellung dazu beizutragen, dass AIDS nicht länger
verdrängt wird. Hier äußern sich Betroffene selbst und stellen ihre
Erfahrungen und Gefühle im Zusammenhang mit HIV und AIDS dar",
teilte Kniep mit. Gerade durch den persönlichen Bezug solle einmal
eine ganz andere Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS angetoßen
werden.
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HAJO,
Juli 2001
AIDS-Hilfe Neumünster:
Bilder von AIDS betroffenen Menschen
Die Preisträger des Konrad-Lutz-Preises 1999 und Bilder von Jens
Sager
1998 wurde er zum ersten mal ausgeschrieben: Der Konrad-Lutz-Preis ist
ein Gestaltungswettbewerb, der von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.
(DAH), dem Netzwerk Plus e.V. und GlaxoWellcome unterstützt wird. Er
wird jedes Jahr an Menschen verliehen, die von HIV und AIDS betroffen
sind, indem sie selbst infiziert sind, oder indem sie mit einem
infizierten Menschen verwandt oder befreundet sind.
Vom 09. Juni bis zum 31. Juli 2001 wird die Wanderausstellung in
vielen Städten Norddeutschlands zu sehen sein, darunter Lübeck,
Schwerin und Neumünster. Veranstalterinnen sind BRDplus e.V. (Verein
der Freunde zur bundesweiten Förderung von Projekten zur Emanzipation
von Menschen mit HIV und Aids e.V.), GlaxoWellcome (ein Hersteller
HIV-hemmender Medikamente) und die regionalen AIDS-Hilfen.
Unter der Schirmherrschaft von Sozialdezernent Günter Humpe-Wasmuth
werden 25 Exponate vom 16. bis zum 20. Juli im Neumünsteraner
Rathausfoyer ausgestellt sein. Zur Eröffnung am Montag, 16. Juli, um
10 Uhr wird zum Sektempfang geladen, Interessierte und Besucher und
Besucherinnen des Rathauses können die Bilder Montags bis Donnerstags
von 7 bis 18 Uhr und Freitags von 7 bis 14 Uhr in Augenschein nehmen.
Die Ausstellung ist Auftaktveranstaltung zu unserem 10-jährigen
Jubiläum, so Torsten Kniep, 1. Vorsitzender der AIDS-Hilfe
Neumünster e.V. Im Laufe des Jahres werden weitere größere
Veranstaltungen folgen. Unser Anliegen und das von BRDplus e.V. ist
es, mit dieser Ausstellung dazu beizutragen, dass AIDS nicht länger
verdrängt wird. Hier äußern sich Betroffene selbst und stellen ihre
Erfahrungen und Gefühle im Zusammenhang mit HIV und AIDS dar. Das
lädt dazu ein, sich einmal ganz anders mit dem Thema AIDS
auseinanderzusetzen.
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