Peppige Aufklärung auf der Theaterbühne
Heinz "Robbie" Diedenhofen kann seine eigene Unvorsichtigkeit in Sachen Verhütung nicht fassen.
"Kondome sind keine Schlafmützen,
sondern Überroller." Schauspieler Heinz Diedenhofen vom
Animationstheater Hein Knack weiß, wie man Jugendliche
an die Themen Liebe, Sex und Verhütung heranführt. Mit
seinem Stück "Gefühlsecht - Junge Liebe in den Zeiten
von Aids" begeisterte er gestern Schüler beim
Jugendverband an der Boostedter Straße. Die
Mitarbeiterin Magdalena Schlender organisierte die
Aufführung in Kooperation mit Anna Struve von der
Aidshilfe.
Die Vorstellungen am Morgen und am Nachmittag waren fast
komplett ausgebucht. Am Morgen sahen 90 Schüler der
Freiherr-von-Stein-Schule, der Grund- und Regionalschule
Einfeld und der Gustav-Hansen-Schule die Vorstellung, am
Nachmittag folgten 75 Konfirmanden der Kirchengemeinde
Gartenstadt und der Vicelinkirchengemeinde und spendeten
am Ende reichlich Applaus.
Im Stück landet Robbie nach einer Fete mit Britta im
Bett. Danach gesteht sie ihm, dass sie schwanger sein
könnte. Eine Katastrophe für Robbie, der sich
mittlerweile ernsthaft in Sandra verliebt hat. Während
er auf einen Anruf von Britta wartet, damit sie ihm
sagt, ob sie schwanger ist oder nicht, stellt er sich
Fragen über Sexualität und sein Selbstverständnis als
Mann. Die Verhütung und der Schutz vor Aids spielen
dabei eine große Rolle.
Die Schüler waren von dem Stück begeistert. Sie machten
gut mit, wenn Diedenhofen sie einbezog. Mal tat er, als
hätte er sein Publikum bereits auf einer Feier gesehen,
mal fragte er die Jungen und Mädchen, wie sie denn wohl
verhüten.
"Im ersten Teil des Stückes habe ich den Schwerpunkt auf
Verhütung gelegt, da junge Paare beim ersten Mal oft
nicht darauf achten", sagte Diedenhofen.
Doch das war noch nicht alles: Nach dem Stück standen
Diedenhofen und Anna Struve von der Aidshilfe den
Schülern Rede und Antwort.
Im Dezember wird der Jugendverband zum Welt-Aids-Tag ein
neues Theaterstück zeigen.